Samstag, 16 Januar 2021
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Ein besonderer Hilfeeinsatz

Auf Anregung des stellvertretenden Wölfersheimer Gemeindebrandinspektors Thomas Küchenmeister fand am ersten Weihnachtsfeiertag ein ganz besonderer Hilfeeinsatz der Feuerwehr Wölfersheim statt, an dem sich die Feuerwehr Wohnbach gerne beteiligte.

Großbrand an der B455

Am Freitagabend (20. November 2020) ist es in einem Wohnhaus an der B455 zwischen Berstadt und Grund-Schwalheim zu einem ausgedehnten Brand gekommen. Als die ersten Einsatzkräfte gegen 20 Uhr eintrafen schlugen bereits Flammen aus dem Haus und mehrere Zimmer standen bereits im Vollbrand.

Personen befanden sich glücklicherweise nicht mehr im Haus. Sofort wurde mit mehreren Atemschutztrupps die Brandbekämpfung mit Wasser aus den wasserführenden Fahrzeugen vorgenommen.

Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig, da sich das Feuer schnell auf große Teile des Hauses ausgebreitet hatte. Der Innenangriff eines Atemschutztrupps musste bereits nach kurzer Zeit abgebrochen werden, um die eingesetzten Kameraden nicht zu gefährden. Zudem war die Wasserversorgung an dem außerorts liegenden Grundstücks nicht ausreichend, so dass mehrere Fahrzeuge abwechselnd von Echzell und von Berstadt das notwendige Löschwasser an die Einsatzstelle fahren mussten. Deshalb wurde die Anzahl der Einsatzkräfte bereits zu Beginn erhöht und Fahrzeuge und Personal von mehreren Feuerwehren herangezogen.

Am Einsatz waren neben allen Feuerwehren aus Wölfersheim auch die Feuerwehren aus Echzell beteiligt. Zusätzlich waren eine Drehleiter, ein Tanklöschfahrzeug und der Abrollbehälter Atemschutz aus Bad Nauheim, ein Tanklöschfahrzeug aus Friedberg sowie ein Tanklöschfahrzeug und die Drehleiter aus Butzbach im Einsatz. Das DRK aus Weckesheim versorgte die Einsatzkräfte in den Pausen mit warmen Getränken und Speisen. Insgesamt konnte man neben Rettungsdienst und Polizei rund 100 Einsatzkräfte zählen. Ein Feuerwehrmann wurde im Löscheinsatz leicht verletzt.

Gegen 1:00 Uhr konnte die Mannschaft auf die Hälfte reduziert werden und später mussten nur noch wenige Kamerad*innen Nachtwache halten, um die nicht zu erreichenden Glutnester unter Kontrolle zu halten.

„Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte unserer Wehr haben wieder einmal gezeigt, dass wir uns im Ernstfall auf sie verlassen können. Wehren verschiedener Ortsteile und Gemeinden haben an einem Strang gezogen um gemeinsam zu helfen. Das verdient unser aller Respekt und Anerkennung.“ lobt Bürgermeister Eike See, der selbst während des Einsatzes vor Ort war und ergänzt: „Das alleine hilft jedoch nicht. Die Einsatzkräfte sind auf jede Unterstützung angewiesen. Ich würde mir wünschen, dass sich noch mehr Mitbürgerinnen und Mitbürger in der Feuerwehr engagieren.“ Haben Sie Interesse sich für andere Mitbürgerinnen und Mitbürger einzusetzen? Sprechen Sie dazu gerne die Wehrführer vor Ort oder direkt die Gemeindeverwaltung an.

Dank gilt noch der Metzgerei Strebert und dem Hinnerbäcker für die Verpflegung der Einsatzkräfte vor Ort.

Realistische Einsatzübung „Atemschutz“

„Brand in einem Wohngebäude, zwei Personen vermisst. Angriffstrupp zur Menschenrettung unter Atemschutz und 1. Rohr durch die Garage vor!“ – so lautete der Einsatzbefehl der einsatzrealistischen Atemschutzübung der Feuerwehr Wohnbach am 9. Oktober 2020.

Übungsobjekt war das Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr, welches zu Beginn der Übung verraucht aufgefunden wurde.

Nach einer ersten Erkundung des Gebäudes konnte durch den Gruppenführer zunächst kein Brandherd festgestellt werden. Aufgrund der Notrufmeldung erhielt der Angriffstrupp den Befehl die Personensuche zum Eigenschutz unter Atemschutz vorzunehmen.

Die Suche nach den vermissten Personen gestaltete sich schwierig. Diese hatten versucht sich in den Toiletten zu retten, was ihnen aufgrund des Brandrauches nicht gelang. Im Sanitärbereich brachen die Personen, simuliert durch 40 kg schwere Dummys, in der abgeschlossenen Toilette zusammen.

Der Angriffstrupp musste nun die bewusstlosen Dummys retten. Bedingt durch den dichten Rauch und den relativ warmen Temperaturen in den Räumen wurde die Rettung zu einer schweißtreibenden und körperlich anstrengenden Angelegenheit.

Während des Vorgehens wurde die Brandstelle in der Küche gefunden schnell abgelöscht.

Der übende Trupp wurde bei dieser Übung in vielfältiger Weise gefordert: richtiges Vorgehen beim Öffnen von Türen, möglichst kein Rauch in rauchfreie Bereich strömen lassen, Beobachtung der Temperaturen und Suche nach dem Brandraum mittels Wärmebildkamera sowie Orientierung in fast vollständiger Dunkelheit und künstlich verrauchten Räumen. Simulierte Menschenschreie haben die Menschrettung zusätzlich erschwert.

Die Übung hat jedem deutlich vor Augen geführt, welche körperlichen Anforderungen ein Atemschutzeinsatz an den Geräteträger stellt. Auch haben sich Vorgehensweisen als gut, manche aber auch als weniger gut geeignet erwiesen.

Im Rahmen der regelmäßigen Atemschutzausbildung gilt es hier weiter auszubilden und zu üben, damit wichtige Handgriffe zur Routine werden und diese schnell und sicher ausgeführt werden.

Auch diejenigen, die im Einsatz die Atemschutzüberwachung durchführen (i. d. R. Melder oder Maschinisten), wurden an der Übung beteiligt. Die Atemschutzüberwachung ist ein wichtiges taktisches Hilfsmittel, um die Sicherheit der Atemschutzgeräteträger zu erhöhen. Sie ist eine Unterstützung der unter Atemschutz vorgehenden Trupps bei der Kontrolle ihrer Behälterdrücke. Außerdem erfolgt durch sie eine Registrierung des Atemschutzeinsatzes.

Eine umfassende Aus- und Fortbildung aller Einsatzkräfte ist Grundlage eines sicheren Feuerwehrdienstes. Besonders bei gefährlichen Einsatzarten wie dem Brandeinsatz, v.a. beim Innenangriff, ist es enorm wichtig, dass sowohl die eingesetzten Atemschutzgeräteträger als auch die für diese verantwortlichen Führungskräfte den entstehenden Anforderungen gewachsen und entsprechend ausreichend qualifiziert sind.

Herzlichen Glückwunsch zum bestandenen Atemschutzlehrgang

Seit einer Woche hat die Feuerwehr Wohnbach einen Atemschutzgeräteträger mehr. Timo Rauch hat den Lehrgang im August erfolgreich absolviert. Wehrführer Daniel Mathes gratulierte am gestrigen Übungsabend im Namen der Feuerwehr unserem neuen Atemschutzgeräteträger Timo Rauch. Timo darf nun mit sechs weiteren Kameraden unserer Feuerwehr ein Atemschutzgerät im Einsatz tragen.

Bundesweiter #Warntag2020 am 10.09.2020

Am 10. September werden in ganz Deutschland Warn-Apps piepen, Sirenen heulen, Rundfunkanstalten ihre Sendungen unterbrechen und Probewarnungen auf digitalen Werbetafeln erscheinen. An diesem Tag findet nämlich der erste bundesweite Warntag seit der Wiedervereinigung statt. Das Signal zur Warnung soll dieses Jahr um 11.00 Uhr und das zur Entwarnung um 11.20 Uhr erfolgen.